Die Deutsche Poker Meisterschaft der Veranstalter und Vereine, kurz DPMDV, ging für uns am ersten Spieltag nicht gerade erfolgreich los. Nachdem sich nur 13 Vereine angemeldet hatten, waren dann am Freitag doch nur 9 erschienen. Somit starteten wir dann sofort am Finaltable in der Teammeisterschaft.
Für uns lief es von Anfang an nicht gerade gut. Am Freitag konnte z.B. Willi T. insgesamt 6 Hände spielen, wovon er 2 kleine Pötte gewann, die restlichen Hände die er bekam, waren totaler Mist, also Handtot. Das einzige Pocket das mal ankam, war 33, und das UTG (Autofold). Für Stefan A. lief es nicht viel besser, auch er war meistens Handtot, und konnte 2-3mal kleine Pötte abgreifen. Werner P. hatte wenigstens ein paar mal gute Hände und konnte den Stack ins plus drehen, aber auch er war meistens Handtot. Die guten Hände gingen fast ständig an uns vorbei, aber am Ende des Tages (noch 5 Teams übrig) hatten wir doch noch ein kleines Plus zu verbuchen.
Beim Auszählen der Stacks, wurde dann leider eine wundersame Chipvermehrung festgestellt, es gab auf einmal 65k zuviel. Irgendein Team musste also im Laufe des Tages Chips hinzugefügt haben. Alle gingen dadurch mit einem komischen Gefühl ins Hotel.
Am zweiten Tag wurde sich erstmal mit allen Teams und dem Veranstalter beraten, wie man nun weiter vorgehen soll, weiterspielen, von vorne beginnen, den Sieger wählen usw. Es gab viele Vorschläge, doch dann kam die einzige saubere Entscheidung. Die DPMDV hat entschieden, die Teamwertung für 2011 abzusagen, und es wird erst 2012 eine neue Teamwertung geben. Die beste Entscheidung, im Sinne des Pokers, die getroffen werden konnte. Dem Veranstalter ist dies nicht anzukreiden, dass die Chips dazukamen. Für die Zukunft haben alle gelernt, dass die Chipkoffer nach dem erstellen der Stacks, den Raum verlassen müssen, damit niemand unbemerkt reingreifen kann. Gleichzeit weiss nun jeder, dass bei jedem Wechsel der Spieler, alle Stacks durchgezählt werden.
Bis zum Beginn der Einzelmeisterschaft musste nun die Zeit überbrückt werden, wo dann spontan ein kleines Turnier gespielt wurde (was sich für Willi T. zum Vorteil erweisen durfte).
Die Meisterschaft im Einzel begann dann mit 40 Spielern, wobei sich Tisch 4 sehr aggressiv zeigte (zumindest 2 Spieler), die extrem viel und hoch raisten, und das schon in der kleinsten Blindstufe. Willi T. hatte diese beiden Spieler bereits am Freitag und Samstag Vormittag beobachtet, und seine Schlüsse daraus gezogen. Er konnte diese beiden Spieler innerhalb der ersten 2 Stunden vom Tisch nehmen. Die Hände die er bekam, waren mal wieder für ihn typisch, AA, KK, QQ, gefloppte Sets usw. Die Durststrecke die er hatte scheint vorbei zu sein. Nachdem der vierte Tisch aufgelöst wurde, konnte er bereits 3 Spieler eliminieren, und seinen Stack mehr als verdeifachen. Am nächsten Tisch als Chipleader des Turniers angekommen, baute er seinen Stack weiter aus, und nahm den nächsten Spieler vom Tisch. Schließlich waren noch 20 Spieler übrig, und alle Spieler von uns waren noch dabei. Stefan A, Werner P, Peter S. und Willi T. Leider schieden dann zuerst Peter S. und anschließend kurz danach Werner P. aus dem Turnier aus. Als das Turnier für diesen Tag beendet wurde, waren noch 14 Spieler dabei, und Willi T. lag mit seinem Stack auf Platz 4 (7300 unter Platz 1, also sehr eng), und hatte bereits an diesem Tag 6 Spieler aus dem Turnier geworfen.
Der Sonntag sollte auch ganz gut verlaufen, leider verabschiedete sich Stefan A. auf Platz 12 vom Turnier, während Willi T seinen Stack weiter vergrösserte und weitere Spieler vom Tisch nahm. Als nur noch 9 Spieler übrig waren, und somit der Finaltable fest stand, hatte Willi T. ca 40k Chips vor dem zweitplatzierten. Somit ging es eine Etage tiefer, und es wurde an dem RFID-Tisch gespielt. Oben konnten alle ausgeschiedenen Spieler und Zuschauer den 9 verbliebenen Spielern auf die Finger schauen. Sie sahen, was die Spieler nicht sehen konnten, die Hände die jedem gegeben wurden. Es war Poker vom feinsten es wurde hart um jeden Chip gekämpft. Unser Willi T konnte sich einen hervorragenden vierten Platz erspielen (Seiner Meinung nach, hatte er an diesem Turnier sein bestes Poker gezeigt, was er je gespielt hat). Es sollte noch ca 2 Stunden dauern, bis der Sieger feststand. Andreas Schönrock. Andreas hatte bereits 2008 als erster diesen Titel schonmal geholt. Eine Super Leistung!
Zusammenfassend kann man folgendes zur DPMDV 2011 sagen. Es war ein sehr gut organisiertes Turnier vom Cottins Poker Club, mit einer Menge Spaß, und leider einem faden Beigeschmack von Freitag, welches erstklassig gelöst wurde. Die Location war prima, die Stimmung am Ende auch. Wir freuen uns also auf die DPMDV 2012.
